Ein denkmalgeschütztes Umgebindehaus stand seinem alten Standort in Wilthen im Weg — abreißen wollte es niemand. Die Lösung: Translokation. Das Haus wurde Bauteil für Bauteil dokumentiert, abgetragen und von 2004 bis 2006 im Ortsteil Irgersdorf unter Wiederverwendung der originalen Bauteile wieder aufgebaut.
Grundlage war eine präzise zeichnerische Bestandsaufnahme — vom Umgebindejoch bis zu den Andreaskreuzen im Fachwerk. Am neuen Standort erhielt das Haus zeitgemäße Haustechnik und Bauphysik, ohne dass die historische Konstruktion ihre Lesbarkeit verlor.
Wir haben das Projekt über alle Leistungsphasen 1 bis 9 begleitet — ein seltenes Stück Denkmalpflege, das zeigt, wie weit der Erhalt regionaltypischer Substanz gehen kann.





